Kay Brehme

Die Therapie der Humerusschaftfraktur: Ergebnisse unter besonderer Berücksichtigung des UHN
(Eine Studie am Patientengut der MLU-Halle-Wittenberg aus dem Zeitraum vom 01.01.1996 - 30.11.1999)

Dissertation zur Erlangung des akademischen Grades Doktor der Medizin (Dr. med.) vorgelegt an der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
verteidigt am 04.05.2004

Abstract
Die Zielstellung dieser Arbeit ist die Erfassung der an unserer Klinik behandelten Patienten mit Humerusschaftfrakturen und die Auswertung der Behandlungsergebnisse nach operativer und konservativer Therapie. Dabei galt dem seit dem 01.01.1996 eingeführten unaufgebohrten Humerusnagel (UHN) besondere Beachtung. Der UHN stellte zu dieser Zeit ein relativ neues Implantat dar. In einer retrospektiven Studie wurden 115 Humerusschaftfrakturen ausgewertet. Operativ wurden davon 94, 64 mit einem UHN versorgt. Der Vergleich mit den anderen im Zeitraum angewandten Therapieverfahren des eigenen Patientengutes und mit den in der Literatur publizierten Behandlungsergebnissen stand im Mittelpunkt dieser Arbeit.
Nach Auswertung der systemspezifischen und allgemeinen Komplikationen sowie der funktionellen, subjektiven und radiologischen Ergebnisse nach einem Score von Kwasny (83) kann unserer Meinung nach der UHN sowohl zur Behandlung der frischen Humerusschaftfraktur als auch zur Versorgung von Humerusschaftpseudarthrosen empfohlen werden. Im Besonderen die retrograde Marknagelosteosynthese mit dem UHN stellt ein gutes und schonendes (biologisches) Frakturbehandlungsverfahren dar. Die Implantation des UHN ist aufgrund ihrer Vorteile (kleiner, frakturferner chirurgischer Zugang, vergleichsweise einfache Implantationstechnik) eine empfehlenswerte Alternative zur Plattenosteosynthese, und erweitert, auch aufgrund ihrer relativ geringen Komplikationsrate im Vergleich zur Behandlung mit dem Oberarm-Brace den Indikationsbereich zur Operation deutlich.

From 01.01.1996 until 31.08.1999, 113 patients with 115 fractures of the humerus diaphysis were treated at the martin - luther - university of Halle/Saale.
The aim of the study was to evaluate the treatment of humerus diaphysis fractures with a special intramedullar nail system. We treated 92 patients (94 fractures) with a operative procedure, 64 of them with the unreamed humerus nail (UHN). A conservativ therapy were applied in 21 patients.
Ninety nine patients of them had follow-up examinations after an average of 12 months. The analysis of of the clinical and radiological parameters was performed. For statistic evaluation we used the Kwasny score. Espacially the results after intramedullary stabilisation of the fractures showed good and excellent results. The advantage of the nail-system is the biological osteosynthesis with a small surgical appraoch, espacially in the retrograde technique.
In conclusion we recommend the UHN in fractures and pseudarthrosis of the humeral diaphysis. Especially the retrograde implantation of the nail system is a very secure method and less of complications.

Keywords:
Humerusschaftfraktur, Diaphysenfraktur, UHN, Humerusnagel, Verriegelungsnagel, Kompressionsmarknagelosteosynthese

fracture of humerus diaphysis, Unreamed humerus nail, locking nail, Kompression nail osteosynthesis

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Inhaltsverzeichnis
Titelblatt, Referat, Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung (1)
2. Theoretische Vorbetrachtungen zur Fraktur des Humerusschaftes ihren Besonderheiten und ihrer Behandlung (2-24)
3. Die Untersuchung der konservativ und operativ behandelten Patienten mit Humerusschaftfrakturen (25-47)
4. Nachuntersuchungsergebnisse (48-56)
5. Diskussion (57-67)
6. Zusammenfassung (68-69)
7. Literaturübersicht (70-76)
8. Abbildungsverzeichnis (77-78)
9. Tabellenverzeichnis (79)
10. Thesen (80)