Mareke Arends

Epidemiologie bulimischer Symptomatik unter 10-Klässlern in der Stadt Halle

Dissertation zur Erlangung des akademischen Grades Doktor der Medizin (Dr. med.) vorgelegt an der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
verteidigt am 21.03.2005

Abstract
Lokale und internationale Studien der letzten Jahrzehnte diskutieren eine Zunahme pathologischen Essverhaltens. Hierbei zeigt sich dieses auffällige Essverhalten auch in Jahrgängen unter 18 Jahren. Im Rahmen einer obligatorischen schulärztlichen Untersuchung in den zehnten Klassen der Gymnasien und Sekundarschulen der Stadt Halle/Saale durch den Kinder- und Jugendärztlichen Dienst des Gesundheitsamtes konnten in den Jahren 1998 und 1999 kooperierend mit der Klinik und Poliklinik für Psychotherapie und Psychosomatik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg 2844 SchülerInnen angesprochen werden, an einer anonymen Fragebogenaktion teilzunehmen. Als spezielles Erfassungsinstrument diente das Eating Disorder Inventory, des weiteren wurden Alter, Geschlecht, BMI und Schultyp erfasst. Aus der statistischen Beschreibung gesunder Vergleichsstichproben wurden geschlechtsspezifische Cut-Off-Werte festgelegt und dieses methodische Herangehen kritisch diskutiert. Die erzielte Responderrate von 83% schloss die Jugendlichen im Alter von überwiegend 15 bis 16 Jahren ein. Untergewichtig waren 7-8% der Jugendlichen. Bulimisches Essverhalten zeigten 10% der Schülerinnen und 2% der Schüler. Diese Ergebnisse sind mit anderen Studienergebnissen vergleichbar und betonen die Notwendigkeit weiter epidemiologischer Studien und präventiven Massnahmen.

National and international epidemiological studies discuss an increase in pathological eating behaviour as well as a shift towards increasingly younger children. In order to study its frequency in Germany a large random sample, 2844 pupils of the 10th class level were contacted as a part of a school medical examination to take part in a questionnaire study using the Eating Disorder Inventory. Age, gender, BMI and type of school were also recorded. From the statistical description of healthy matching samples, gender specific cutoff values were established and this methodical approach was discussed critically. Of the predominantly 15/16-year-old schoolchildren, 83% took part in the study. Regardless of gender and type of school, more than 7-8% were underweight. Bulimic eating behaviour showed 10% of female and 2% of male school-children. These results are similar to other epidemiological studies and they underline the need to further studies and prevention.

Keywords:
Essstörungen, Bulimia nervosa, Jugendalter, Eating Disorder Inventory, Epidemiologie

eating disorder, bulimia nervosa, adolescents, eating disorder inventory, Epidemiology

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Inhaltsverzeichnis
Titelblatt, Referat, Inhaltsverzeichnis, Abkürzungen
1. Einleitung (1-18)
2. Epidemiologie der Bulimia nervosa (18-21)
3. Zielstellung und Hypothesen (22)
4. Methodik (23-29)
5. Ergebnisse (29-39)
6. Diskussion (40-49)
7. Konsequenzen und Schlussfolgerungen für die Gesundheitsförderung (49-50)
8. Zusammenfassung (51)
9. Literaturverzeichnis (52-59)
10. Anhang (60-67)
11. Thesen (68-69)
Hinweis auf Publikationen