Ilka Fabig

Die Niederschlags- und Starkregenentwicklung der letzten 100 Jahre im Mitteldeutschen Trockengebiet als Indikatoren möglicher Klimaänderungen

Dissertation zur Erlangung des akademischen Grades doctor rerum naturalium (Dr. rer. nat.) vorgelegt an der Naturwissenschaftlichen Fakultät III der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
verteidigt am 31.01.2007

Abstract
Das Klima der Erde hat sich insbesondere seit Mitte des 20. Jahrhunderts aufgrund der Verstärkung des natürlichen Treibhauseffektes nachweislich verändert. Die Auswirkungen dieses sich auf globaler Ebene vollziehenden Klimawandels sind dabei sowohl räumlich als auch jahreszeitlich unterschiedlich entwickelt, so dass der Betrachtung regionaler Folgewirkungen zunehmende Bedeutung beigemessen wird. In diesem Zusammenhang gilt der Niederschlag als ein wichtiges und zudem regional sehr variabel auftretendes Klimaelement. Für das Mitteldeutsche Trockengebiet, das bereits unter derzeitigen Klimaverhältnissen aufgrund der naturräumlichen Gegebenheiten (Lee-Wirkung des Harzes) eine angespannte Wasserhaushaltssituation aufweist, lassen sich zukünftig tief greifende Veränderungen hinsichtlich der Niederschlagsentwicklung erwarten.
Die Zielstellung der Arbeit, eine detaillierte Bestandsaufnahme des räumlich sowie zeitlich differenzierten Niederschlagsgeschehens, konnte durch den gewählten Ansatz einer statistischen Auswertung von sehr langen Niederschlagszeitreihen realisiert werden. Darüber hinaus erlaubte die Auswertung starkniederschlagsbedingender Großwetterlagen mögliche Modifikationen im Wetterlagengeschehen und dem damit verbundenen veränderten Niederschlagsverhalten in die Auswertungen einzubeziehen.
Ein wesentliches Ergebnis der Arbeit ist der Nachweis einer jährlichen Umverteilung der Niederschläge, die durch deutlich feuchtere Winter und trockenere Sommer charakterisiert ist. Auf der Basis kürzerer Beobachtungsperioden konnten dagegen unterschiedliche Entwicklungstendenzen ermittelt werden. Insgesamt zeigte sich, dass im Untersuchungsraum insbesondere der Niederschlag als der limitierende Klimafaktor angesehen werden muss.

The global average surface temperature has increased during the 20th century. Subsequent effects of climate change vary regionally and seasonal and moved the consideration of regional impacts to the center of interest. Precipitation is a highly variable climate element in time and space with serious economic and ecological weight. The "Mitteldeutsches Trockengebiet" with its already tense regional water regime faces radical future changes.
The aims of the study, a detailed stock-taking of rainfall data with regard to their spatial and temporal pattern was accomplished with a statistical evaluation of long-term precipitation data.
The essential result of the study is the detection of an annual change in precipitation, which is characterized by more humid conditions in winter and drier summers. The shorter observation periods show different trends of precipitation. In summary it can be ascertained, that particularily for the investigation area, precipitation is the most limiting climate factor.

Keywords:
Klimawandel, regionaler Klimawandel, Niederschlag, Starkniederschlag, Extremereignisse, Wetterlagen, Trendanalyse, Mitteldeutsches Trockengebiet, Sachsen-Anhalt

climate change, regional climate change, precipitation, heavy precipitation, extreme events, atmospheric condition, trend analysis, Mitteldeutsches Trockengebiet, Sachsen-Anhalt

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Inhaltsverzeichnis
Titelblatt, Inhaltsverzeichnis, Abbildungs- und Tabellenverzeichnis, Abkürzungsverzeichnis (1, I-X)
1. Einleitung (1-6)
2. Stand der Forschung (7-18)
3. Untersuchungsgebiet (19-23)
4. Methodik (24-40)
5. Betrachtung historischer Daten (41-44)
6. Regionale Trendanalyse (45-91)
7. Analyse der Großwetterlagen (92-105)
8. Fazit und Ausblick (106-110)
9. Literatur- und Quellenverzeichnis (111-127)
10. Anhang (3, A1-A39)
11. Anlage