Falk Picklaps

Die deutsche Baltikumpolitik von 1994 bis 1998 und von 1998 bis 2002: Ein Vergleich

Dissertation zur Erlangung des Grades eines Doctor philosophiae (Dr. phil.) vorgelegt der Philosophischen Fakultät I der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
verteidigt am 12.02.2007

Abstract
Die Untersuchung geht der Frage nach, wie sich die deutsche Außenpolitik zwischen 1994 und 2002 gegenüber den drei baltischen Staaten Estland, Lettland u. Litauen gestaltete. Konkreter empirischer Forschungsgegenstand ist die gegenüberstellende Analyse der Außenpolitik der Regierung Kohl (1994-1998) und der Regierung Schröder (1998-2002). Auf der Grundlage eines Input-Output-Models werden die für die Außenpolitikgestaltung relevanten Akteure geortet, deren Interessen und Forderungen lokalisiert und wichtige Entscheidungen auf bilateraler und multilateraler Ebene analytisch greifbar gemacht. Zur Einordnung der Untersuchungsergebnisse dienen drei wichtige Theorien der Internationalen Beziehungen: Die unterschiedlichen konzeptionellen Vorstellungen des Realismus, des Liberalismus und des Konstruktivismus geben das Raster vor. Es wird erarbeitet, wie die einzelnen theoretischen Konzepte mit der realen deutschen Außenpolitikgestaltung gegenüber den baltischen Staaten harmonierten bzw. ob sich mit dem Regierungswechsel 1998 in Deutschland, auch eine Veränderung in den außenpolitischen Präferenzen verbinden lässt.

This thesis defines the manner how Germany's Baltic policy (Baltic States= Estonia. Latvia and Lithuania) was practiced between 1994 and 2002. The concrete empirical object of research is the opposing analysis of German foreign policy by the German chancellors Helmut Kohl (1994-1998) and Gerhard Schröder (1998-2002). On the basis of an input-output model, the protagonists of foreign policy are listed, their interests and demands identified and important decisions made available analytically at a bilateral and multilateral level.
Three important theories of the international relations help to classify the findings: The different conceptual ideas of realism, liberalism and constructivism provide the basis.
It is worked out how the single theoretical concepts accord with Germany's Baltic policy in reality and if there was not just a change in Germany's foreign policy in 1998, but also in its external (political) preferences.

Keywords:
Deutsche Außenpolitik, Osteuropa, Baltikum, Estland, Lettland, Litauen, Außenpolitikanalyse, Interessengruppen, Parteiinteressen, Liberalismus

German foreign policy, Eastern Europe, Baltic States, Estonia, Latvia, Lithuania, analysis of foreign policy, lobbies, party interests, Liberalism

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Inhaltsverzeichnis
Titelblatt, Vorwort, Inhaltsverzeichnis (1-7)
1 Einleitung (8-14)
2 Methodisch-theoretische Grundlagen (15-38)
3 Außenpolitische Entscheidungsmechanismen (39-49)
4 Deutsche Baltikumpolitik: Akteure, deren Interessen, Forderungen und Maßnahmen von 1994-1998 (50-102)
5 Deutsche Baltikumpolitik: Akteure, deren Interessen, Forderungen und Maßnahmen von 1998 bis 2002 (103-132)
6 Vergleich der Interessen und Forderungen relevanter Akteure von 1994-1998 und von 1998-2002 (132-144)
7 Entscheidungen in der deutschen Baltikumpolitik von 1994 bis 1998 (145-197)
8 Entscheidungen in der deutschen Baltikumpolitik von 1998 bis 2002 (197-244)
9 Die Entscheidungen der deutschen Baltikumpolitik von 1994- 1998 und von 1998-2002 im Vergleich (244-258)
10 Bewertung (259-279)
Literatur (280-321)