Modalitäten zur Veröffentlichung von Online-Publikationen
Datenformate
Abgabe der elektronischen Publikation
Präsentation der elektronischen Dissertationen
Erzeugen von Postscriptdateien
Erzeugen von PDF-dateien
Datenformate
Zunächst einige Bemerkungen zu den Dateiformaten (PS, PDF und HTML), die für die Online-Publikation verwendet werden.
PS - Postscript
- wurde Anfang der 80-er Jahre von Adobe Systems entwickelt und hat sich aufgrund der weiten Verbreitung
inzwischen zum Industriestandard entwickelt
- ist eine Seitenbeschreibungssprache, die von postscriptfähigen Druckern erzeugt wird, eine Postscriptdatei entsteht, wenn statt der Papierausgabe der Ausdruck in eine Datei umgelenkt wird
- ist geräteunabhängig, eine Postscriptdatei wird auf allen postscriptfähigen Geräten identisch ausgegeben (der einzige Unterschied liegt in den Auflösungsqualitäten der jeweiligen Drucker)
- ist betriebssystemunabhängig, Postscriptdateien sind einfache Textdateien, die Postscript-Anweisungen enthalten, welche auf dem ASCII-Zeichensatz beruhen
- kann von allem Textverarbeitungsprogrammen und sonstigen Anwendungsprogrammen erzeugt werden, wenn ein postscriptfähiger Drucker im System installiert wurde
- der erneute Ausdruck einer Postscriptdatei erfordert nicht das erzeugende Softwareprogramm
- Postscriptdateien lassen sich mit dem Sharewareprogramm Ghostview betrachten
PDF - Portable Document Format
- wurde 1993 von Adobe Systems entwickelt und kann durch die weite Verbreitung im Internet mittlerweile ebenfalls als Industriestandard angesehen werden
- stammt von der Seitenbeschreibungssprache Postscript ab und garantiert wie diese geräteunabhängig die Beibehaltung des Seitenlayouts auf dem Bildschirm und im Druck
- PDF wurde um vielfältige Funktionen ergänzt, wie Inhaltsverzeichnis (hierarchische Lesezeichen), Anmerkungen, Verweise, Verknüpfungen, Hyperlinks, Formularfunktionen, Multimediaelemente (Video, Audio) etc.
- die Dateigröße ist durch Einsatz verschiedener Kompressionsmethoden im Vergleich zu Postscript um ein Vielfaches (5-10 fach) reduziert
- kann mittels des kommerziell verfügbaren Programms istiller aus Postscript-Dateien erzeugt werden und mit der kommerziell verfügbaren AcrobatSoftware bearbeitet werden
- PDF-Dokumente können mit dem für alle Betriebssysteme frei verfügbaren Programm Acrobat Reader
angezeigt und ausgedruckt werden; bei installiertem Acrobat Reader werden im WWW angebotene PDF-Dokumente direkt im Browserfenster angezeigt (über ein Plugin oder ActiveX-Steuerelement von Acrobat)
Hyper Text Marked Language HTML
- ist die Sprache bzw. das Dateiformat des WWW und damit weit verbreitet, HTML-Dokumente werden in meist frei verfügbaren Programmen, sogenannten Browsern, wie Navigator bzw. Communicator von Netscape oder Internet Explorer von Microsoft angezeigt
- trotz vieler Bemühungen existiert kein einheitliches HTML, das von allen wichtigen Browsern unterstützt wird, HTML 2.0 kann als Quasi-Standard angesehen werden; bei der neuen Version HTML 4.0 ist dies trotz verschiedener Bemühungen nicht gelungen
- enthält starke Hypertextelemente (Verweise, Links) und interaktive Bestandteile wie Formulare; beschreibt nicht das Layout eines Dokumentes, sondern seine inhaltliche Gliederung in semantische Einheiten wie
Überschrift, Absatz, Aufzählung; kann grafisch durch eingebettete Bilder und multimedial durch Videos und Audiodateien ergänzt werden
- jeder Browser oder jede individuelle Nutzereinstellung im jeweiligen Browser führt somit zu einer anderen Darstellung, Ansicht des Dokuments
- Cascading Style Sheets (CSS) in neueren HTML-Versionen versuchen die geringen Gestaltungsmöglichkeiten zu ergänzen
- ist gut geeignet für Dokumente, bei denen es weniger um Layout, sondern mehr um Struktur geht
- HTML-Dokumente können mit einfachen ASCII-Editoren oder mit z.T. frei verfügbaren HTML-Editoren erzeugt werden
Für die Präsentation der Dissertationen im Netz haben wir folgende Prioritäten gesetzt:
- aus bibliothekarischer und Nutzersicht soll die Zitierbarkeit der Dissertationen gesichert sein, die elektronische Version soll daher im Seitenlayout dem Papierdokument entsprechen
- der Aufwand beim Erstellen der elektronischen Version sollte möglichst gering sein
- Die Online-Dissertationen sollten dem Benutzer sowohl zum Lesen am Bildschirm als auch zum Ausdruck oder als Kopie (soweit dem rechtliche Gründe nicht entgegenstehen) zur Verfügung stehen
Wir haben uns für den Einsatz folgender Formate entschieden:
- Anlieferungsformat: Postscript:
- dieses Format kann von allen Softwareprodukten mit Druckausgabe ohne zusätzlichen Aufwand erzeugt werden, nachdem ein Postscriptdrucker zugeordnet wurde, siehe Postscriptdateien erzeugen
- Präsentationsformat: PDF und HTML
- PDF zur Anzeige der Volltexte: Mit Hilfe des Acrobat Readers können PDF-Dokumente komfortabel direkt im Browserfenster betrachtet werden. Das PDF-Format läßt sich mit der Acrobat Software aus der oder den angelieferten Postscriptdateien erzeugen und mit Hypertextelementen (z.B. einem Inhaltsverzeichnis) ergänzen. Die Konvertierung von PS zu PDF und die Ergänzung der PDF-Datei mit einem Inhaltsverzeichnis wird z.Z. von der ULB als Serviceleistung übernommen. PDF-Dokumente benötigen aufgrund ihrer geringeren Dateigröße weniger Übertragungszeit im Netz als Postscriptdokumente.
- HTML zur Anzeige der Einstiegsseite zu jeder Dissertation: Um dem Leser schnell und ohne zusätzliche
Viewer einen Einblick in die Problematik der einzelnen Arbeiten zu ermöglichen, wird zu jedem Online-Dokument eine HTML-Einstiegsseite angeboten. Auf dieser sind die bibliografischen Daten (Autor, Thema, Verteidigungsdatum) eine kurze Zusammenfassung (Abstract) in deutsch und in englisch, max. 10 relevante Schlagwörter, das Inhaltsverzeichnis zur Dissertation, sowie die Links zum Volltext bzw. zu einzelnen Kapiteln zusammengestellt.
Besteht der Wunsch nach einer Präsentation der Dissertation in HTML, so kann dies als weitere Möglichkeit realisiert werden, d.h. die vom Autor erzeugte HTML-Datei wird zusätzlich ins Netz gestellt.
Abgabe der elektronischen Publikation
Was muß übergeben werden ?
- der ausgefüllte und unterzeichnete "Vertrag über die Veröffentlichung eines Werkes im Internet" (hier im Format: PDF erhältlich). Der Vertrag kann bis auf das Unterschriftsfeld online ausgefüllt und gedruckt werden. Einfach mit der Maus in den entsprechenden Zeilenbereich klicken und den vorgesehenen Text eingeben.
- 4 Druckexemplare (keine Ringheftung) bzw. nur 2 Druckexemplare, wenn Druckausgabe parallel noch ueber einen Verlag erfolgt (Vertrag> beachten)
- ein oder mehrere Postscriptdateien, die
- die komplette Dissertation mit allen verwendeten Abbildungen enthalten
- mit der Druckversion übereinstimmen
- auf skalierbaren PostScriptschriftarten (PS-Type-1-Fonts)
- anstelle der PS-Dateien können vom Autor auch selbst erzeugte PDF-Dateien übergeben werden, die den gleichen Bedingungen genügen:
- enthalten die komplette Dissertation mit allen verwendeten Abbildungen
- stimmen mit der Druckversion überein
- basieren auf skalierbaren PostScriptschriftarten (PS-Type-1-Fonts)
- jeweils ein Abstract in deutsch und in englisch in Form einer Datei, deren Druck jeweils etwa 1/2 halbe DIN-A4 Seite umfaßt
- max. 10 Keywords zum Inhalt der Arbeit (in deutsch und in englisch)
Die Abstracts/Zusammenfassungen und Keywords/Stichwörter können in ein oder mehreren ASCII-, Word-, WordPerfect- PS- oder PDF-Dateien übergeben werden.
Auf der Titel- oder einer nachfolgenden Seite der Druckexemplare und in der elektronischen Version müssen die Namen der Gutachter und das Verteidigungsdatum angegeben sein (in den Druckexemplaren kann dies auch handschriftlich nachgetragen werden).
Die elektronische Version muß die Formalitäten der gedruckten Version enthalten,
d.h. sie muß auch Lebenslauf und Eidesstattliche Erklärung beinhalten, wenn dies laut Promotionsordnung im Druckexemplar gefordert ist.
Wie können die Dateien übergeben werden ?
- auf Datenträgern: 3,5"-Diskette, Zip-Diskette (bis 100 MB) oder CD-ROM
- per FTP (File Transfer Protocol) zu einem per IP-Adresse identifizierbaren Rechner der ULB. Sie erhalten nach telefonischer oder email-Anfrage ein zeitlich begrenztes Login-Kennzeichen nebst Paßwort und IP-Adresse. Bitte teilen Sie der Kontaktperson den erfolgten Dateitransfer per FTP in einer kurzen email mit.
- per email: Die zu übergebenden Dateien sollten hierbei eine Dateigröße von 2MB möglichst nicht
übersteigen und der mail als Attachement (Anlage) beigefügt werden.
Bei elektronischer Übergabe erhalten Sie zunächst eine
Eingangsbestätigung per email.
Wo erfolgt die Übergabe
Die notwendigen Dokumente und Dateien auf Datenträgern können persönlich übergeben oder per Post an die Dissertationsstelle der ULB zu Händen Frau Winther gesandt werden.
| Dienstelle: | 06108 Halle, August-Bebel-Str. 13, Zimmer: 314 |
| Öffnungszeiten: | Montag - Freitag von 8:00 - 12:00 Uhr |
| Tel. / email: | (0345) 5522183 / winther@bibliothek.uni-halle.de |
Frau Winther von der Dissertationsstelle übernimmt auf Wunsch auch das Gegenzeichnen und Rücksenden eines zweiten Exemplars des Vertrages mit Stempel der ULB für die Unterlagen des Autors. Legen Sie bitte einen frankierten Rückschlag bei, falls die Rücksendung nicht innerhalb der Unipost stattfindet.
Ansprechpartner für die fachliche Fragen und die Vergabe von Rechneraccounts zur Abgabe der elektronischen Publikation ist als Mitarbeiterin der EDV-Abteilung der ULB:
Frau Dr. Wippermann
Nach Prüfung und Aufbereitung der Dateien zur Präsentation im Internet wird Frau Winther (Dissertationsstelle der ULB) über die ordnungsgemäße Pflichtabgabe der elektronischen Version der Dissertation/Habilitation, die den oben genannten Bedingungen der ULB genügen muß, informiert.
Sie informiert ihrerseits das Dekanat schriftlich von der erfolgten Pflichtabgabe der Promotios- bzw. Habilitationsschrift in der ULB, welches daraufhin die Ausstellung der Urkunde veranlaßt bzw. in gewissen Abständen zur feierlichen Urkundenverleihung einlädt.
Präsentation der elektronischen Dissertationen
Leistungen der ULB
- Nach Vorliegen des Druckexemplars wird die digitale Version mit der Druckversion verglichen und auf Vollständigkeit kontrolliert.
Ausgehend von den angelieferten PS-Files wird die Volltextversion der Dissertation im PDF-Format mit Hilfe der lizenzpflichtigen Software Acrobat-Distiller erzeugt.
- Um dem Leser ein komfortables Navigieren innerhalb der Arbeit zu ermöglichen, wird die PDF-Datei durch hierarchische Hypertextlesezeichen ergänzt, so daß beim Betrachten der PDF-Datei im frei verfügbaren Acrobat Reader schnell zu den einzelnen Kapiteln gesprungen werden kann. Dies geschieht mit Hilfe der lizenzpflichtigen AcrobatSoftware.
- Zusätzlich zum Gesamttext wird je Hauptkapitel ein PDF-Teildokument erzeugt.
- Zu jeder Dissertation wird eine HTML-Einstiegsseite erstellt, auf der zunächst die bibliographischen Angaben wie Autor, Titel der Dissertation und Tag der Verteidigung enthalten sind. Danach schließt sich die Zusammenfassung/Abstract in deutsch und englisch an, gefolgt von den Schlüsselworten/Keywords zum Inhalt der Arbeit.
- Anschließend kann per Hypertext zur PDF-Volltextversion oder zu den angelieferten PS-Files verzweigt werden.
- Eine Hypertextkapitelübersicht mit von-bis Seitenzahlen verschafft dem Leser einen Eindruck über Inhalt und Wichtung der einzelnen Kapitel, die ebenfalls als PDF-Dokumente abgerufen werden können.
- Die Dateien zur Online-Dissertation(/Habilitation) werden auf dem Webserver zur Präsentation im WWW verfügbar gemacht.
- Die elektronische Dissertation(/Habilitation) wird gleichzeitig mit der Druckversion in den lokalen Katalog (OPAC) aufgenommen.
- Die Online-Dissertationen(/Habilitation) werden mindestens 10 Jahre im Netz der ULB angeboten.
Zugriff auf die elektronischen Dokumente
Die Online-Dissertationen und -Habilitationen sind erreichbar
- über folgende Startseite des Dokumentenservers der ULB bzw. über die Home-Page der ULB , mit nachfolgenden Links: --> Digitale Bibliothek, --> Online-Dissertationen und -Habilitationen, --> Dissertationen bzw. Habilitationen
- über den Online Katalog (OPAC) des lokalen Bibliothekssystems Halle-Merseburg unter ULB Halle mit Recherchemöglichkeiten nach Titelstichworten, Autor, etc.
Postscriptdateien erzeugen
Postscriptdateien lassen sich einfach dadurch erzeugen, daß Sie in Ihrem Anwendungsprogramm oder im System einen postscriptfähigen Drucker installieren und zuordnen. Der Postscriptdrucker muß dabei nicht physisch vorhanden sein. Im Lieferumfang der Windows-Betriebssysteme sind z.B. mehrere systemweite Postscriptdruckertreiber enthalten. Statt den Text wie gewohnt über den Drucker auf Papier auszugeben, leiten Sie die Druckausgabe in eine Datei um, die sie selbst benennen müssen. Normalerweise werden Postscriptdateien mit der Endung .ps versehen, Windowsdruckertreiber erzeugen jedoch auch für Postscriptdateien die Dateinamenserweiterung .prn. Bei Bedarf die Datei umbenennen (z.B. für das automatische Öffnen der Datei zur Anzeige in Ghostview).
Bitte beachten Sie, daß sich das Layout ihres Textes (Zeilenumbrüche, Seitenumbrüche u. Ä.) bei Wechsel des Druckertreibers höchstwahrscheinlich ändert. Es empfiehlt sich daher schon von Anfang an (Beginn der Erfassung der Arbeit) den Postscriptdrucker einzustellen, zu dem Sie Zugang haben und auf dem auch die Papierausgabe erfolgen kann. So vermeiden Sie unnötige Nachbearbeitungen, die zur Wahrung der Identität von Druckversion und elektronischer Version (Postscriptdatei) notwendig wären.
Sollte Ihre Arbeit jedoch schon gedruckt vorliegen, formatiert für einen nicht postscriptfähigen Drucker, so empfiehlt es sich nun einen postsriptfähigen Drucker des gleichen Typs oder der gleichen Firma zu verwenden, da hier die wenigsten Formatierungsnacharbeiten zu erwarten sind.
Für Promovenden, die keinen Zugang zu einem Postscriptdrucker haben, bietet die ULB als Serviceleistung an, den Ausdruck eines Exemplares Ihrer Arbeit auf dem Postscriptdrucker HP LaserJet 6MP (eigenes Papier ist mitzubringen). Die entsprechenden Druckertreiber liegen zum Download auf unserem Web-Server bereit:
Treiber für HP LaserJet 6MP für Windows 95/98
Treiber für HP LaserJet 6MP für Windows NT 4.0
Treiber für HP LaserJet 6MP für Windows 3.1
Wichtige Hinweise, die Sie beachten sollten
Portabilität optimieren - DSC-Kommentare einbinden
Postscriptdateien, die nicht unmittelbar zum Ausdruck, sondern für eine Weitergabe auf andere Drucker, andere Betriebssysteme oder für eine Ansicht auf dem Bildschirm vorgesehen sind (Ghostview) müssen zusätzliche Informationen enthalten, die in den DSC-Kommentaren (Document Structuring Conventions) ihren Ausdruck finden. Unter Windows 95/98 ist die Menüeinstellung "Portabilität optimieren - ADSC" (Adobe Document Structuring Conventions) in der Registerkarte "PostScript" des Druckereigenschaftsfensters für die DSC-kompatible PostScript-Ausgabe verantwortlich. Für den Ausdruck in eine Datei sollte daher stets die Standardeinstellung "PostScript (Geschwindigkeit optimieren)" umgestellt werden auf "PostScript (Portabilität optimieren - ADSC)". Unter WinNT ist für die Einbindung der DSC-Kommentare der Menüpunkt "Seitenunabhängigkeit" unter der Rubrik "Postscript" im Druckereigenschaftsfensters verantwortlich. Er sollte auf "Ja" stehen.
Dies garantiert in Viewern wie Ghostview die komfortable Betrachtung der PS-Datei. Während sonst nur ein sequentielles Durchblättern von vorn nach hinten möglich wäre, kann in DSC-kompatiblen PostScriptdateien u.a. eine beliebige Seite angesteuert, die Seitenansicht vergrößert bzw. verkleinert oder gedreht werden.
skalierbare PostScript-Schriftarten (PS-Type-1-Fonts) verwenden
Bei der Konvertierung der PS-Dateien in das Format PDF treten mitunter Probleme bei der Umsetzung der Schriften auf. Einige Schriften z.B. TrueType-Schriften oder die unter TeX standardmäßig eingestellten Schriften (Type-3-Fonts) werden für die Bildschirm- und oder Druckerausgabe gerastert dargestellt mitunter ohne beschreibende Font-Outlines. Durch unterschiedliche Rasterungen können diese Fonts zwar meist problemlos gedruckt werden, führen aber besonders im AcrobarReader3 bei normalem Zoom (Seitenbreite) zu einer äußerst schlechten Bildschirmlesbarkeit bzw. lassen sich nur in starker Vergrößerung lesen. Nachfolgend einige Hinweise, wie Sie das Auftreten derartiger Probleme vermeiden können.
- Einsatz von TrueType-Schriften
Unter Windows empfiehlt es sich hier bei Erzeugung der Ps-Datei über den Druckertreiber die TrueTypeSchriften durch vorhandene äquivalente PS-Schriften ersetzen zu lassen. Die Druckertreiber bieten hierfür Ersetzungstabellen an, bei denen den TrueTypeSchriften schon entsprechende oder äquivalente PS-Schriften zugeordnet sind oder zugeordnet werden können.
Dies ist in den meisten Druckertreibern sinnvoll voreingestellt und aktiviert. Auf Seiten des Autors kommt es lediglich darauf an, keine "exotischen" TrueTypeSchriften zu verwenden, für die möglicherweise keine frei verfügbaren PS-Type-1-Fonts existieren. (Mit den Schriften Arial oder TimesNewRoman dürfte es nie Probleme geben. Bitte achten Sie darauf, das im Eigenschaftsfenster des verwendeten Druckertreibers in der Rubrik "Schriftarten" die Option "TrueTypeSchriften werden je nach Vorhandensein durch die entsprechenden PS-Schriften ersetzt" aktiviert ist. Die beiden anderen auswählbaren Optionen sehen zum einen "eine generelle alleinige Verwendung bzw. Ersatz durch PS-Druckerschriftarten" vor und zum anderen den alleinigen Einsatz der TrueTypeSchriften. Aus den oben erwähnten Gründen letztere Option bitte nicht einstellen. Erstere bitte auch nicht aktivieren, da dann eventuell zum Einsatz gekommene Sonderzeichen oder Symbole (Symbolschrift) nicht mehr richtig dargestellt oder durch falsche Zeichen ersetzt werden.
- Schrifteinsatz unter TeX
Standardmäßig sind in den verschiedenen Varianten des Textverarbeitungssystems TeX meist Type-3-Fonts aktiviert bzw. zugeordnet, die dann bei Konvertierung der dvi-Datei in die zu erzeugende Ps-Datei eingebettet werden.
Wie sie auf dem Weg von dvi nach ps PS-Type-1-Fonts einbinden bzw. die Problematik durch direkte Erzeugung von PDF-Dateien aus TeX mit den gewünschten PS-Type-1-Fonts veranlassen, können sie unter folgenden Links nachlesen:
http://elib.uni-stuttgart.de/opus/doku/dvi_ps.php
http://www.tib.uni-hannover.de/spezialsammlungen/dissertationen/leitfaden.pdf
(ab Seite 30)
http://www.dante.de/faq/de-tex-faq/html/de-tex-faq.html (Abschnitt 9 und 10)
PDF-Dateien erzeugen
Hierzu benötigen Sie die lizenzpflichtige Software Acrobat der Firma Adobe. Mit der AcrobatSoftware werden unter Windows und Macintosh die beiden Druckertreiber PDF-Writer und Distiller, sowie die Softwarekomponente AcrobatDistiller installiert.
Die Erzeugung von PS- bzw.PDF-Dokumente ist direkt aus dem jeweiligen Textverarbeitungsprogramm her möglich, indem als Druckertreiber der Distiller bzw. der PDF-Writer eingestellt wird und die Druckausgabe in eine Datei erfolgt. Die Softwarekomponente AcrobatDistiller enthält einen umfangreichen PostScript-Interpreter mit dessen Hilfe PS-Dateien in PDF-Dateinen konvertiert werden können. Gegenüber dem PDF-Writer arbeitet der Distiller besonders bei Grafikumsetzung genauer und bietet auch umfangreichere Konfigurierungseinstellungen an.
Kontrollieren Sie bitte die erzeugten PDF-Dateien hinsichtlich der zum Einsatz gekommenen Schriften. Dies kann nach Öffnen der PDF-Datei in der AcrobatSoftware oder im AcrobatReader über die Menüpunkte "Datei", "Dokumentinfo", "Schriften" erfragt werden. Für die hauptsächlichen Textpassagen sollten nur Type-1-Schriften verwendet werden.
Wippermann / 09.05.2001