Katrin Schmitz

Das kolorektale Karzinom - Eine klinisch-pathologische Analyse der Tumorausbreitung zum Zeitpunkt der Operation am Material des Pathologischen Instituts der Martin-Luther-Universität Halle (1995-2000)

Dissertation zur Erlangung des akademischen Grades Doktor der Medizin (Dr. med.) vorgelegt an der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
verteidigt am 29.08.2002

Abstract
Ausgehend von der Feststellung des Gesundheitsprogramms des Ministeriums für Arbeit, Soziales und Gesundheit des Landes Sachsen-Anhalt 1997: "Sachsen-Anhalt liegt beim Vergleich der allgemeinen Sterblichkeit bei bösartigen Neubildungen deutlich über dem Bundesdurchschnitt" wird der Frage nachgegangen, in welchem Tumorstadium die Patienten in der Region Halle durchschnittlich operiert werden und ob eventuell höhere Tumorstadien bei Therapiebeginn mit einer schlechteren Prognose eine mögliche Ursache sind.
Am Beispiel des zu den vier häufigsten soliden Tumoren gehörenden kolorektalen Karzinoms wurde eine klinisch-pathologische Analyse der Tumorausbreitung zum Operationszeitpunkt am Material des Pathologischen Instituts der Martin-Luther-Universität Halle aus den Jahren 1995 - 2000 durchgeführt und mit Ergebnissen ähnlicher Auswertungen aus anderen deutschen Tumorzentren verglichen.
Quantitativ läßt sich dazu feststellen: Das kolorektale Karzinom tritt gehäuft ab dem 50. Lebensjahr auf. Männer wurden häufiger als Frauen operiert, ab der achten Lebensdekade überwiegt der Anteil der Frauen.
Zur Beurteilung der Qualität der pathohistologischen Diagnostik von Tumorresektaten haben sich die von Hermanek veröffentlichten Qualitätsindikatoren mit Referenzbereichen bewährt, das heißt liegen die ermittelten Häufigkeiten in den Referenzbereichen, ist dies der Nachweis einer guten Qualität. Die im eigenen Material ermittelten pT-Verteilungen wichen nur bezüglich eines erhöhten pT3-Anteils von den Ergebnissen anderer Tumorzentren ab.
Eine erhöhte Darmkrebssterblichkeit in Sachsen-Anhalt kann mit dieser Arbeit nicht belegt werden.

Based on the statement in the Gesundheitsprogramm des Ministeriums für Arbeit, Soziales und Gesundheit des Landes Sachsen-Anhalt 1997 (Health Program of the Ministry of Labour, Social Affairs and Health of the Federal State Sachsen-Anhalt), Sachsen-Anhalt is above the Germany average when comparing the general mortality on malignoms, it is investigated, at which tumour stage patients are being operated in average, and, if possibly higher tumour stages with a poorer prognosis at the start of a therapy would be a potential cause.
Using the example of the colorectal cancer, which is one of the four most frequent solid tumours, a clinical-pathological analysis was carried out; this analysis investigated the tumour spreading at operation time, based on data of the Pathological Institut of the Martin-Luther-Universität Halle of years 1995 - 2000. The outcomes were compared with results of related investigations of other German tumour centres.
The colorectal cancer appears more frequent at the age of 50 onwards. Men are operated more often than women, from the eight decade onwards women are predominant.
In order to judge on the quality of the pathohistological diagnostic of tumour resectats quality parameters, published by Hermanek, have been proven to be useful. This means: in case the investigated quantities correspond to the parameters, then this is a proof of a high quality. The pathological tumour stage in the own evaluated data deviated only with respect to an increased pT3 portion comparing with the results of the other tumour centres.
An increased mortality in colorectal cancer in Sachsen-Anhalt cannot be proven with this investigation.

Keywords:
Kolorektales Karzinom, Tumorausbreitung, Sachsen-Anhalt, Tumorzentren, Obduktion, pT-Verteilung, Stadienverteilung, Hermanek, Qualitätsindikatoren

Colorectal Cancer, Tumour Spread, Sachsen-Anhalt, Tumour Centres, Autopsy, pathological tumour spread, tumour stage spread, Hermanek, Quality Indicators

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Inhaltsverzeichnis
Referat, Inhaltsverzeichnis, Abkürzungs-, Abbildungs- und Tabellenverzeichnis
1. Einleitung (1)
2. Material und Methodik (2-7)
3. Ergebnisse (8-19)
4. Bundesweite Auswertungen (20-33)
5. Diskussion (34-42)
6. Zusammenfassung (43-44)
Literaturverzeichnis (45-48)
Thesen