Regina Schubert

Inzidenz und klinische Epidemiologie bösartiger kindlicher Hirntumoren im Bezirk Halle 1977 - 1989

Dissertation zur Erlangung des akademischen Grades Doktor der Medizin (Dr. med.) vorgelegt an der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
verteidigt am 18.12.2002

Abstract
In der vorliegenden Studie wurden die Patientenakten von 95 Patienten mit einem intrakraniellen Tumor des Gehirns retrospektiv analysiert. Alle Patienten wurden in der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin, der Universitätsklinik für Neurochirurgie und dem Institut für Pathologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg diagnostiziert. Die ausgewerteten Fälle waren zum Zeitpunkt der Diagnose im Bezirk Halle zwischen dem 01.01.77 und 31.12.89 wohnhaft. Die registrierten inzidenten Erkrankungsfälle waren alle zum Diagnosezeitpunkt zwischen 0 bis 18 Jahre alt. Alle Erkrankungsfälle wurden entsprechend der International Classification of desease Nummer 191:Bösartige intrakranielle Raumforderung des Gehirns und der ICCC klassifiziert. Die Ergebnisse dieser Studie wurden mit dem Mainzer Kinderkrebsregister und dem Gemeinsamen Krebsregister der Länder Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und der Freistaaten Thüringen und Sachsen verglichen. Die Tumorregister beinhalten Erkrankungsfälle im Alter zwischen 0 bis 15 Jahre. Dies war der Grund die Erkrankungsfälle dieser Studie im gleichen Alter heranzuziehen, um diese zu vergleichen. Das Ergebnis dieser Studie zeigte, daß innerhalb des Bezirks Halle mehr inzidente Erkrankungsfälle auftraten als von den Kliniken und dem Institut der Universität Halle-Wittenberg diagnostiziert und therapiert wurden.
Eine Antwort könnte sein, daß Kinder mit einem intrakraniellen Tumor des Gehirn außerhalb des Bezirkes Halle in anderen Krankenhäusern diagnostiziert wurden. Zwei Fälle dieser Studie unterstützen diese Hypothese. In dieser Arbeit wurde die standardisierte Inzidenzrate der 84 Erkrankungsfälle analysiert und mit den Ergebnissen des Gemeinsamen Krebsregisters und dem Mainzer Kinderkrebsregister verglichen.

Information of 95 patients with an intracranial tumour of the brain were retrospective analysed. All this patients were diagnosed in the clinic of pediatrics, neurosurgery and the institut of pathology at the Martin-Luther-Universität of Halle-Wittenberg (Germany). The analysed cases lived at the time of diagnosis (between 01.01.77 to 31.12.89) in the Bezirk Halle. The registered incident cases were at the time of diagnosis between 0 to 18 years old. All cases were classified by International classification of desease number 191: malign intracranial neoplasms of the brain and ICCC-Classification. .The results of this study were compared with the Mainzer Kinderkrebsregister and Gemeinsames Krebsregister der Länder Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und der Freistaaten Thüringen und Sachsen. The tumour registers include cases from 0 to 15 years of age. In this study only the cases with the same age were compared. The results showed the fact that it gave in the district of Halle more cases of event as determined and treated in the hospitals and in the instituts of the university of Halle-Wittenberg. A answer may be that children with an intracranial tumour of the brain were diagnosed outside the border of the Bezirk Halle in other hospitals. Two cases of this study support this hypothesis. In this work the standardisied incident rate of this 84 cases were analysed and compared with the tumour registers of Gemeinsames Krebsregister and Mainzer Kinderkrebsregister.

Keywords:
Gehirn, Tumor, Kindheit, Intrakranielle Neoplasie, Inzidenz, Epidemiology, Krebsregister

brain, tumour, childhood, intracranial neoplasm, incidence, epidemiology, tumour register

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Inhaltsverzeichnis
Titelblatt, Referat, Inhaltsverzeichnis, Abkürzungsverzeichnis, Abbildungsverzeichnis
1. Einleitung (1-5)
2. Material und Methoden (6-22)
3. Ergebnisse (23-38)
4. Diskussion der Ergebnisse (39-60)
5. Schlußfolgerungen (61)
6. Zusammenfassung (62-63)
7. Anhang (64-67)
8. Literaturverzeichnis (68-76)
Thesen zur Arbeit (77-78)